Ein Geburtstag auf Klassenfahrt mag ja schon etwas Besonderes sein, aber 13000 km entfernt auf einem Schüleraustausch wirklich außergewöhnlich.
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH UND ALLES GUTE, MRS. BABSI!!! (so wird Frau Groß hier von allen genannt)
Aus diesem Grund gab es auch zwei kleine, aber besondere Highlights. Ein Geburtstagsständchen im Reisfeld – ganz traditionell – und eine Torte in der Schule. Alles Gute nochmals und ein riesen Dank, dass du bei uns bist!!!
Der heutige Tag war geprägt durch die lange Rückfahrt durch das Gebirge mit atemberaubenden Straßen, Schluchten und Ausblicken.
Zuvor hatten wir noch Gelegenheit, von Chris einige Dinge über die Mangroven zu lernen. Entscheidend hieran war aber die Erkenntnis, in kausalen Systemen zu denken. Ebenso wie das Ökosystem der Korallenriffe, stellen die Mangroven auch ein System dar, das empfindlich auf Eingriffe reagiert. Im Falle der Mangroven waren dies zum einen das massive Abholzen zur Holzproduktion (Mangrovenholz ist durch das langesame Wachstum äußerst wiederstandfähig) und zum anderen das flächendeckende Vernichten der Mangroven, da sich dort so viele Mücken befanden. Zum Glück hat man aber bereits in den 1980er Jahren den hohen Schutzbedarf im Nordwesten Balis erkannt und ein Reservat gegründet.
Zum Schluss noch eine wirklich tolle Geschichte, die nochmals die Gastfreundschaft hier auf Bali unterstreicht.
Ein Teil unserer Gruppe war in einem nahegelegenen anderen Resort untergebracht. Ich kenne dieses bereits vom letzten Austausch und habe mich schon damals an der überragenden Freundlichkeit erfreut. Heute Morgen, als wir unser Gepäck aus den Häusern räumten, kamen alle Mitarbeiter zu uns, um sich von uns zu verabschieden. Sie erinnerten uns daran, dass wir bitte genau kontrollieren, ob wir alles mitgenommen haben. Dies taten wir auch. Auf dem kleinen Fußmarsch zum Reef-Seen-Resort, wo der andere Teil der Gruppe wohnte, holte uns ein Motorrollerfahrer ein. Hupenderweise kam er näher, bis wir erkannten, dass es ein Mitarbeiter unseres Ressorts war. Er stoppte uns und fragte: „Are you missing something?“ Dabei hielt er eine Powerbank in die Höhe. Ben hatte sie doch übersehen und zurückgelassen. Wir sind Dankbar für diese großartige Aufmerksamkeit und tolle Gastfreundschaft.
Suksuma! – Danke! – das war Balinesisch
An der Schule angekommen, empfingen uns bereits die Gastfamilien, das Gepäck wurden verstaut und unsere Schülerinnen und Schüler kommen nun zum ersten Mal in den Familien an. Wir sind gespannt, was sie zu berichten haben. Davon werden wir hier bereits heute von Cheyenne (ganz herzlichen Dank, Cheyenne!) und in den nächsten Tagen lesen dürfen.
Morgen ist Familientag, als Gruppe werden wir uns am Montag wiedersehen. Mal sehen, was Frau Groß und ich morgen so erleben dürfen.
Ein schönes Wochenende an alle Leserinnen und Leser!
Der erste Abend in den Familien von Cheyenne Brünn
Nachdem wir heute dann an der Schule ankamen, wurden wir um 16.00 Uhr von den Eltern unserer Austauschschüler abgeholt. Ich persönlich kam nach einer fünfminütigen Autofahrt in dem Ort Dalung an. Nachdem mir nun das Haus gezeigt wurde und ich erklärt bekam, wie alles funktioniert und wo ich was finden kann, trafen wir uns im gemeinsamen Esszimmer für ein kleines Kennenlernen. Als mir dann ein weiteres Mal die unfassbar große Gastfreundschaft der Balinesen aufgezeigt wurde, wurden die Gastgeschenke übergeben. Es folgten viele herzliche Umarmungen und freudiges gemeinsames Lachen.
Bereits am Vortag hatten wir uns in der Gruppe geeinigt, am heutigen Abend gemeinsam Gelato Essen zu gehen. Gesagt, getan. Anschließend folgte eine kleine Tour durch einen kleinen Laden und dann machte sich jeder schon wieder auf seinen eigenen Weg.
So fuhren Kayla und ich beispielsweise nach Badung Regency, um dort in eine Mall zu gehen und uns den Strand bei Nacht anzusehen.
Ein erster Abend in den Familien geht zu Ende und wir sind gespannt auf morgen.























